The Small Five im Watt von WangeroogeDie „Small Five“ im Watt

Tiere im Watt

Im Wattenmeer wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Eben noch Lebensraum für Fische und Seehunde, stochern wenig später auf derselben Fläche unzählige Watvögel nach Nahrung. Da taucht natürlich sofort die Frage auf, wovon diese vielen Vögel eigentlich leben. Es muss wohl ein attraktives Angebot geben. Und die „Small Five“ scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. Am besten erlebt man das Naturphänomen Wattenmeer und die „Small Five“ in Begleitung eines erfahrenen Nationalpark-Wattführers oder mit den Nationalpark-Betreuern der Naturschutz-Verbände.

The Small Five

Den Begriff „The Big Five“ kennt man vielleicht aus den großen Nationalparks Afrikas. Gemeint sind damit Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard als Safari-Highlights. Die wird man im Wattenmeer sicherlich nicht antreffen. Auch hier leben Tiere, über die man staunen kann. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen, weil sie im Vergleich zu den Riesen der afrikanischen Savanne sehr klein sind. Fünf typische Arten – die „Small Five“ – sind angepasst an Überflutung und Trockenfallen, sie ertragen Salzwasser und Regenschauer, überdauern bei Frost und sommerlicher Hitze.

Und das sind die legenderen Fünf

  • Der Wattwurm (Arenicola marina) frisst Sand und produziert dabei die charakteristischen Spaghettihaufen im Watt. Aber wie kann er vom Sand leben? Wie überlebt der Wurm im sauerstofffreien Untergrund? Und was passiert, wenn ein hungriger Vogelschnabel sein Schwanzende erwischt?
  • Die Herzmuschel (Cerastoderma edule) kommt im Wattenmeer sehr häufig vor. Man kann sie beim Wattwandern unter den Füßen spüren. Von der Seite betrachtet, erkennt man, woher sie ihren Namen hat. Aber wie kommt sie wieder in den Wattboden zurück? Und was frisst sie eigentlich?
  • Die Strandkrabbe (Carcinus maenas) ist eine ökologische Schlüsselart, denn sie tritt häufig auf und ist eine wichtige Beute für Vögel und Fische. Wie wächst eigentlich ein Krebs, wenn ihm der Panzer zu klein geworden ist?
  • Die Wattschnecke (Hydrobia ulvae) „weidet“ in großer Zahl die Wattoberfläche ab. Mit ihren Ausscheidungen trägt sie zur Schlickwattbildung bei. Wieviele Schnecken können pro Quadratmeter vorkommen? Warum sind Wattschnecken die schnellsten Schnecken der Welt?
  • Die Nordseegarnele (Crangon crangon) ist eigentlich ein länglicher, durchsichtiger Krebs mit kleinen, feinen Scheren. Was auf einem Krabbenbrötchen liegt, ist aber ganz anders geformt. Zu welcher Krebsgruppe gehört dieses Tier zoologisch und wie wird es von Krabbenfischern genannt?

Antworten auf diese Fragen bekommt man – anschaulich, spannend und kurzweilig erzählt – auf einer geführten Wattwanderung und im Nationalpark-Haus Rosenhaus.

Termine und weitere Informationen findet man im Nationalpark-Haus Rosenhaus und der Tourist-Information oder auf www.nationalparkhaus-wattenmeer.de

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