Pflanzen auf WangeroogeWangerooge – eine erstaunliche Pflanzenwelt

Pflanzen im Nationalpark

Das Heidegebiet gehört zu den ältesten Dünenbereichen auf Wangerooge. Seinen Namen hat es von der hier wachsenden Besenheide. Weil sich die Kartoffelrose, die den Bestand der Besenheide bedroht, in den letzten Jahrzehnten so stark ausgedehnt hatte, werden derzeit Pflegemaßnahmen vorgenommen, um den Bestand der Besenheide zu verjüngen und zu sichern.

Vom Sumpfwurz und von Orchideen

Und es gibt noch viel mehr botanische Schätze auf dieser Insel: Zum Beispiel die Rosa Rugosa. Sie heißt auch Apfel-Rose, Kartoffel-Rose oder Japan-Rose und ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse. Dann sieht man hier natürlich Strandhafer und nicht zu vergessen den Sanddorn. Oft auch Sandbeere, Dünendorn, Fasanenbeere oder Rote Schlehe genannt, gehört der Sanddorn zur Familie der Ölweidengewächse. Auf Wangerooge findet man die in Norddeutschland sehr selten vorkommende Natternzunge (Ophioglossum vulgatum), die im eingedeichten Grünlandbereich wächst – eine Pracht unter den wunderschönen Orchideenarten. Oft kann man das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) entdecken. Und mit etwas Glück und ein bisschen Kenntnis sieht man sogar den Sumpfwurz (Epipactis palustris)!

Nachtkerzen auf Wangerooge
Ausblick auf das Inselinnere von Wangerooge

Wahre Kostbarkeiten

Seltene Arten aus der Pflanzenwelt, die sogar überregional als verschollen oder zumindest als stark bedroht gelten, haben sich auf Wangerooge durch langjährige Schutzmaßnahmen wieder verbreitet. Zum Beispiel der Strandling (Littorella uniflora), der lange Zeit so gut wie gar nicht im Nationalpark zu sehen war. Diese Kostbarkeiten aus der Botanik haben meist einen speziellen Anspruch an ihren Standort. Eingriffe von Menschen, Trittbelastung des Bodens, ein veränderter Wasserhaushalt und die enorme Ausbreitung von Konkurrenzpflanzen, die weniger anspruchsvoll sind, gefährden den Bestand. Eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt der Flora spielt die Rückführung gestörter Gebiete. Freiwillige Helfer machen durch intensive Maßnahmen diese Rückführung möglich.