Nordseeinsel Wangerooge: Aktuelle Informationen -> Gezeiten

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Ebbe und Flut


Das Leben an und in der Nordsee, ja sogar unsere gesamte Küste ist geprägt von den Gezeiten, also von Ebbe und Flut. Wie entstehen Ebbe und Flut eigentlich?

Hauptverursacher ist der Mond. Wir sehen, dass er sich in durchschnittlich 24 Stunden und knapp 50 Minuten einmal um die Erde dreht. Tatsächlich aber drehen sich Erde und Mond in gut 4 Wochen um eine gemeinsame Achse. Zusammen gehalten werden sie von den Anziehungskräften, und auf Abstand gehalten von der Fliehkraft, die durch diese Drehbewegung entsteht. (Die beobachtete Umlaufzeit des Mondes von 24 Stunden und 50 Minuten - Sonne: 24 Stunden - sind Folge der Drehung der Erde um ihre eigene Achse.)

Auf der dem Mond zugewandten Seite der Erde ist die Anziehungskraft größer als die Fliehkraft und erzeugt einen Flutberg. Auf der vom Mond abgewandten Seite der Erde ist die Fliehkraft größer als die Anziehungskraft und erzeugt den zweiten Flutberg genau dem Mond gegenüber.

Der Anstieg (auflaufend Wasser = Flut) dauert im Schnitt ca. sechs Stunden und 25 Minuten. Ebenso lange fällt es wieder (ablaufend Wasser = Ebbe). Den höchsten Wasserstand nennt man Hochwasser, den niedrigsten Niedrigwasser. "Eine Tide" ist die Zeit zwischen zwei Hoch- bzw. zwei Niedrigwassern. Der Tidenhub (Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser) beträgt auf Wangerooge etwa 3 Meter.

Auch die Sonne ruft Gezeiten hervor - auf die gleiche Weise wie der Mond. Wegen der viel größeren Entfernung Erde - Sonne sind diese aber geringer und wir bemerken sie nur als Erhöhung oder Erniedrigung der Mondgezeit.


Funktionsdarstellung GezeitenBei Vollmond und Neumond stehen Sonne, Erde und Mond jeweils in einer Linie. Sonnen- und Mondgezeit addieren sich zu hohem Hochwasser und niedrigem Niedrigwasser (Springtide). Bei Halbmond stehen Sonne, Erde und Mond im rechten Winkel zueinander und stören sich gegenseitig. Wir haben geringes Hochwasser und relativ hohes Niedrigwasser (Nipptide).

Unabhängig von Ebbe und Flut wirkt der Wind auf Wasserstand ein. Östliche Winde erniedrigen den Wasserstand auf Wangerooge, westliche Winde erhöhen ihn. Lang anhaltender Nordweststurm, noch dazu in Verbindung mit Springtide, kann verheerende Sturmfluten hervorrufen.


Einen Gezeitenkalender (oder auf Norddeutsch: Tidekalender) für Wangerooge finden Sie hier!


Buhne: Wolken, blauer Himmel, Sand und MeerQuelle (alle Rechte beim Autor): Dr. Joachim Krug: "Ebbe und Flut - Das Wunder der Gezeiten", ISBN 3-929901-00-5. Alles Wissenswerte über die Gezeiten und ihre astronomischen Zusammenhänge leicht verständlich erklärt und reich bebildert. Überall im Buchhandel erhältlich. Oder: www.kuestenverlag.de